Der Uelzener Spezial-Rechtsschutz für Mensch mit Tier übernimmt in der Rechtsschutzversicherung Anwalts- und Gerichtskosten im In- und Ausland, finanziert Erstberatung, Schieds- und Verwaltungsverfahren, Reise- und Übersetzungskosten und stellt sogar ein zinsloses Kautionsdarlehen bereit – begrenzt durch die vereinbarte Versicherungssumme.
Der Versicherer erbringt und vermittelt Dienstleistungen zur Wahrnehmung rechtlicher Interessen und trägt:
a) Rechtsschutzfall im Inland: die Vergütung eines für den Versicherungsnehmer tätigen Rechtsanwaltes bis zur Höhe der gesetzlichen Vergütung eines am Ort des zuständigen Gerichtes ansässigen Rechtsanwaltes.
- Die Gebühren einer versicherten Erstberatung des Versicherten (als Verbraucher im Sinne des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes) durch einen Rechtsanwalt betragen derzeit maximal 249,90 €.
- Diese sind auf die Gebühren der weiteren Tätigkeit des Anwaltes anzurechnen.
- Sollte der Gesetzgeber hier betragsmäßig Änderungen beschließen, so gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
- Wohnt der Versicherungsnehmer mehr als 100 km Luftlinie vom zuständigen Gericht entfernt und erfolgt eine gerichtliche Wahrnehmung seiner Interessen, trägt der Versicherer bei den Leistungsarten gemäß Ziff. 2.1 bis 2.4 in der ersten Instanz die Kosten für einen im Landgerichtsbezirk des Versicherungsnehmers ansässigen Rechtsanwalt bis zur Höhe der gesetzlichen Vergütung eines Rechtsanwaltes, der lediglich den Verkehr mit dem Prozessbevollmächtigten führt.
b) Rechtsschutzfall im Ausland: die Vergütung eines für den Versicherungsnehmer tätigen am Ort des zuständigen Gerichtes ansässigen ausländischen oder eines im Inland zugelassenen Rechtsanwaltes.
- Im letzteren Fall trägt der Versicherer die Vergütung bis zur Höhe der gesetzlichen Vergütung, die entstanden wäre, wenn das Gericht, an dessen Ort der Rechtsanwalt ansässig ist, zuständig wäre. Ziff. 5.1 a) Satz 2 gilt entsprechend.
- Wohnt der Versicherungsnehmer mehr als 100 km Luftlinie vom zuständigen Gericht entfernt und ist ein ausländischer Rechtsanwalt für den Versicherungsnehmer tätig, trägt der Versicherer in der ersten Instanz die Kosten für einen im Landgerichtsbezirk des Versicherungsnehmers ansässigen Rechtsanwalt bis zur Höhe der gesetzlichen Vergütung eines Rechtsanwaltes, der lediglich den Verkehr mit dem ausländischen Anwalt führt.
c) die Gerichtskosten einschließlich der Entschädigung für Zeugen und Sachverständige, die vom Gericht herangezogen werden sowie die Kosten des Gerichtsvollziehers;
d) die Gebühren eines Schieds- oder Schlichtungsverfahrens bis zur Höhe der Gebühren, die im Falle der Anrufung eines zuständigen staatlichen Gerichtes erster Instanz entstehen;
e) die Kosten in Verfahren vor Verwaltungsbehörden einschließlich der Entschädigung für Zeugen und Sachverständige, die von der Verwaltungsbehörde herangezogen werden, sowie die Kosten der Vollstreckung im Verwaltungswege;
f) die Kosten der Reisen des Versicherungsnehmers zu einem ausländischen Gericht, wenn sein Erscheinen als Beschuldigter oder Partei vorgeschrieben und zur Vermeidung von Rechtsnachteilen erforderlich ist. Die Kosten werden bis zur Höhe der für Geschäftsreisen von deutschen Rechtsanwälten geltenden Sätze übernommen;
g) die dem Gegner durch die Wahrnehmung seiner rechtlichen Interessen entstandenen Kosten, soweit der Versicherungsnehmer zu deren Erstattung verpflichtet ist.
Übernahme und Erstattung der Kosten:
- a) Der Versicherungsnehmer kann die Übernahme der vom Versicherer zu tragenden Kosten verlangen, sobald er nachweist, dass er zu deren Zahlung verpflichtet ist oder diese Verpflichtung bereits erfüllt hat.
- b) Vom Versicherungsnehmer in fremder Währung aufgewandte Kosten werden diesem in Euro zum Wechselkurs des Tages erstattet, an dem diese Kosten vom Versicherungsnehmer gezahlt wurden.
Der Versicherer trägt nicht:
- a) Kosten, die der Versicherungsnehmer ohne Rechtspflicht übernommen hat;
- b) Kosten, die im Zusammenhang mit einer einverständlichen Erledigung entstanden sind, soweit sie nicht dem Verhältnis des vom Versicherungsnehmer angestrebten Ergebnisses zum erzielten Ergebnis entsprechen, es sei denn, dass eine hiervon abweichende Kostenverteilung gesetzlich vorgeschrieben ist;
- c) die im Versicherungsschein vereinbarte Selbstbeteiligung je Leistungsart nach Ziff. 2.;
- d) Kosten, die aufgrund der vierten oder jeder weiteren Zwangsvollstreckungsmaßnahme je Vollstreckungstitel entstehen;
- e) Kosten aufgrund von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, die später als fünf Jahre nach Rechtskraft des Vollstreckungstitels eingeleitet werden;
- f) Kosten für Strafvollstreckungsverfahren jeder Art nach Rechtskraft einer Geldstrafe oder -buße unter 250,00 €;
- g) Kosten, zu deren Übernahme ein anderer verpflichtet wäre, wenn der Rechtsschutzversicherungsvertrag nicht bestünde;
- h) Kosten im Rahmen einer einverständlichen Regelung für Forderungen, die selbst nicht streitig waren oder Kosten, die auf den nicht versicherten Teil von Schadensfällen entfallen.
Höchstleistung je Rechtsschutzfall:
Der Versicherer zahlt in jedem Rechtsschutzfall höchstens die vereinbarte Versicherungssumme. Zahlungen für den Versicherungsnehmer und mitversicherte Personen aufgrund desselben Rechtsschutzfalles werden hierbei zusammengerechnet. Dies gilt auch für Zahlungen aufgrund mehrerer Rechtsschutzfälle, die zeitlich und ursächlich zusammenhängen.
Der Versicherer sorgt zusätzlich für:
- a) die Übersetzung der für die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen des Versicherungsnehmers im Ausland notwendigen Unterlagen und trägt die dabei anfallenden Kosten;
- b) die Zahlung eines zinslosen Darlehens bis zu der vereinbarten Höhe für eine Kaution, die gestellt werden muss, um den Versicherungsnehmer einstweilen von Strafverfolgungsmaßnahmen zu verschonen.
Alle Bestimmungen, die den Rechtsanwalt betreffen, gelten entsprechend bei Wahrnehmung rechtlicher Interessen im Ausland für dort ansässige rechts- und sachkundige Bevollmächtigte.
Was bedeutet das konkret?
Der Tarif übernimmt die Kosten, die bei der Durchsetzung Ihrer rechtlichen Interessen anfallen – dazu zählen Anwalts- und Gerichtskosten im In- und Ausland, eine Erstberatung, Kosten von Schieds-, Schlichtungs- und Verwaltungsverfahren sowie bestimmte Reise- und Übersetzungskosten. Bei einer Kaution im Ausland kann ein zinsloses Darlehen gewährt werden. Bestimmte Kosten – etwa freiwillig übernommene, die Selbstbeteiligung oder späte Zwangsvollstreckungen – sind ausgenommen. Insgesamt gilt die vereinbarte Versicherungssumme als Obergrenze. Diese Erläuterung dient nur der leichteren Verständlichkeit; maßgeblich sind die genannten Bestimmungen.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die Kosten einer versicherten Erstberatung?
Die Gebühren einer versicherten Erstberatung des Versicherten als Verbraucher betragen derzeit maximal 249,90 € und werden auf die Gebühren der weiteren Tätigkeit des Anwaltes angerechnet. Beschließt der Gesetzgeber betragsmäßige Änderungen, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
Welche Kosten trägt der Versicherer bei einem Rechtsschutzfall im Ausland?
Übernommen wird die Vergütung eines am Ort des zuständigen Gerichtes ansässigen ausländischen oder eines im Inland zugelassenen Rechtsanwaltes. Zusätzlich sorgt der Versicherer für die Übersetzung notwendiger Unterlagen und trägt deren Kosten sowie unter bestimmten Voraussetzungen Reisekosten zu einem ausländischen Gericht.
Gibt es eine Obergrenze für die Leistung?
Ja. Der Versicherer zahlt in jedem Rechtsschutzfall höchstens die vereinbarte Versicherungssumme. Zahlungen für den Versicherungsnehmer und mitversicherte Personen aufgrund desselben Rechtsschutzfalles sowie mehrerer zeitlich und ursächlich zusammenhängender Fälle werden dabei zusammengerechnet.
Welche Kosten sind nicht abgedeckt?
Nicht getragen werden unter anderem ohne Rechtspflicht übernommene Kosten, die vereinbarte Selbstbeteiligung, Kosten ab der vierten Zwangsvollstreckungsmaßnahme je Vollstreckungstitel, Zwangsvollstreckungen später als fünf Jahre nach Rechtskraft des Titels sowie Strafvollstreckungsverfahren nach Rechtskraft einer Geldstrafe oder -buße unter 250,00 €.
Kann ich für eine Kaution im Ausland Unterstützung erhalten?
Ja. Der Versicherer zahlt ein zinsloses Darlehen bis zu der vereinbarten Höhe für eine Kaution, die gestellt werden muss, um den Versicherungsnehmer einstweilen von Strafverfolgungsmaßnahmen zu verschonen.
Inhalte aus: Dokumentenversion (Veröff. Jahr): 2025